Halstenbeker Fluchtportraits

Für eine Ausstellung im Halstenbeker Rathaus wurden im Sommer 2018, Interviews mit Menschen unterschiedlicher Nationalität, Geschlechts und Alters durchgeführt. Im Focus der  Interviews, standen Fluchtgeschichten, wobei auch alteingesessene Halstenbeker*innen  (z.B. aus der DDR oder Preußen) berichteten. Zur Erstellung einer kleinen Portrait-Reihe wurden den ausgewählten Personen die gleichen, leitfadengestützten Fragen gestellt, die Antworten wurden protokolliert.

Fragen und Antwort der Personen verschiedener Nationalitäten werden auf einer Seite sichtbar sein ohne ein Foto dazu. Der/die Leser*In liest die Fragen und Antwort der Personen und macht sich beim Lesen im Kopf ein Bild bzw. eine Vorstellung von dieser Person. Wenn dort bspw. geschrieben steht, „Ich 28 Jahre, male und zeichne gern und höre gern klassische Musik“, erwarten viele Leser*innen vielleicht nicht das Gesicht eines jungen Syrers. Oder wenn von einer von Schleusern arrangierten Flucht und Ausgrenzung-Erfahrungen im Ankunftsland zu lesen ist, sind viele viel-leicht überrascht, später in den blauen Augen einer Halstenbeker zu schauen, die von der Flucht aus DDR und dem Ankommen in Westdeutschland, bzw. in Schleswig-Holstein berichtete. Die Auflösung wird später in einem Portraitfoto der jeweiligen Personen zu sehen sein, nachdem der/die Leser*In die Seite mit Fragen und Antworten auf geklappt hat.

Die Arbeitsgruppe, die diese Ausstellung vorbereitet hat, (Frau Schueler-Albrecht vom Diakonieverein Migration e.V., sowie die Mitarbeiterinnen der Gemeinde Halstenbek, Ortsjugendpflegerin Frau Spitzar sowie die Integrationsbeauftragte Frau Wottrich und  Gleichstellungsbeauftragte Frau Letzgus, möchten mit diesem Projekt mehr Aufmerksamkeit für die Interkulturalität unseres Ortes und den Abbau von Vorurteilen anregen. Am Montag, den 24. September 2018 um 13.30 Uhr, wird Bürgermeister Claudius von Rüden die Ausstellung im Rathaus Halstenbek eröffnen.