Ein Schauspiel für die Sinne: Die Druse „Flower of Uruguay“

Mineralien Hamburg vom 6. bis 8. Dezember auf dem Hamburger Messegelände.
Sie besticht durch ihre makellose Wuchsform und bezaubernde Schönheit – die weltweit einzigartige Druse „Flower of Uruguay“ ist einer der Höhepunkte der Vorgestellt wird das faszinierende Exponat in einer außergewöhnlichen Inszenierung mit Musik, Text und Licht. Insgesamt präsentieren auf der größten Mineralienmesse Nordeuropas rund 400 Aussteller aus dem In- und Ausland seltene Mineralien, Millionen Jahre alte Fossilien und prachtvolle Schmuckstücke.

Mit einer Größe von 86x75x70 Zentimetern und einem Gewicht von rund 400 Kilogramm ragt die „Flower of Uruguay“ allein schon wegen ihrer Ausmaße heraus. Besonders macht sie jedoch erst das einzigartige Ensemble aus der zweiteiligen Gesteinsknolle und den darin befindlichen Kristallen. In den nahezu kreisrunden Hälften der Druse haben sich tiefviolette Amethysten gebildet, aus deren Zentrum eine Kristallgruppe aus milchig gelbem Calcit hervorragt. „Das Zusammenspiel aus dem runden Corpus der Druse, den qualitativ äußerst hochwertigen Amethysten und dem an eine Blütenknospe erinnernden Calcit genau in der Mitte ist in dieser Verbindung einmalig“, schwärmt Andreas Guhr, Inhaber der Redgallery aus Hamburg. Die Firma zeigt das faszinierende Exponat zum ersten Mal auf der Mineralien Hamburg.

Zufallsfund in einer Scheune Entdeckt hat Andreas Guhr die Druse im Sommer 1986 auf einer seiner Reisen nach Südamerika. Dabei stieß er in Uruguay eher zufällig auf den Sensationsfund. „Ein einheimischer Freund führte mich zu dem Besitzer einer kleinen Mine nahe der Grenze zu Brasilien. Dort erblickte ich in einer abgelegenen Scheune unter Stroh und Lehmresten die beiden
Drusenhälften, deren Schönheit ich zuerst nur erahnen konnte. Um sie als Ganzes zu bewahren,habe ich sie kurzerhand erworben“, erinnert er sich.

Präsentation als Gesamtkunstwerk

Bis die „Flower of Uruguay“ ihre heutige Gestalt erlangte, sollte jedoch noch einige Zeit ins Land gehen. Ende der 1990er Jahre kam Andreas Guhr im Rahmen eines eigenen Museumsprojekts schließlich die zündende Idee, in welcher Form dieser fantastische Fund angemessen präsentiert werden kann. Er versah die Druse mit einem Mechanismus, der die beiden Hälften langsam öffnete, drehte und wieder schloss. Synchron dazu erklingt eine eigens hierfür komponierte Musik des mehrfach ausgezeichneten Jazz-Pianisten Joachim Kühn. Sie bildet gemeinsam mit einer stimmungsvollen Lichtillumination und einem von dem Sänger und Schauspieler Volker Lechtenbrink gesprochenen Text, den Lechtenbrinks Tochter zusammen mit Andreas Guhr geschrieben hat, ein unvergleichliches Gesamtkunstwerk.

„Die Besucher der Mineralien Hamburg können sich jetzt erstmals selbst davon überzeugen, welch großen Reiz das Betrachten dieses außergewöhnlichen Arrangements ausübt“, sagt Andreas Guhr. Insgesamt dauert die Inszenierung rund sieben Minuten. Gezeigt hat er die „Flower of Uruguay“ bislang nur im Rahmen seines Museumsprojekts, das letzte Mal vor mehr als zehn Jahren, wie er sich noch gut erinnert: „Die Menschen waren damals so begeistert von dem Schauspiel, dass sie spontan applaudiert haben.“

Die Mineralien Hamburg 2019 vom 6. bis 8. Dezember ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt beträgt 10 Euro (ermäßigt 8 Euro), die Familienkarte und die Dreitages-Dauerkarte kostet jeweils 18 Euro, Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren zahlen 5 Euro, für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt kostenlos. Täglich ab 15 Uhr gibt es das Last-Minute-Ticket für 5 Euro.