Leila – Mit dieser Tragödie will Peta Geld verdienen

Wir sind zutiefst betroffen und entsetzt über die rücksichtslosen Lügen, mit der die Organisation Peta dieser Tage gegen uns vorgeht. Um Geld in die Kasse zu bekommen, scheuen sich die Marketingstrategen der Organisation nicht, einen der schlimmsten tierischen Unglücksfälle im Tierpark Hagenbeck in bewusst diffamierender und sachlich völlig falscher Darstellung zu bemühen – elf Jahre nachdem das Unglück passiert ist:

Am 30. Juli 2008 warf ein Besucher ein Brötchen in den Wassergraben im Orang-Utan-Haus, obwohl das auch damals schon verboten war. Bei dem Versuch, das Brötchen aus dem Wasser zu angeln, rutschte die zehnjährige Affendame Leila ab, stürzte in den Wassergraben und ertrank. Orang-Utans können im Gegensatz zu den meisten anderen Säugetieren nicht schwimmen. Das Unglück war für die Orang-Utan-Gruppe, ihre Tierpfleger und alle Kollegen bei Hagenbeck sowie die anwesenden Besucher so schlimm, dass eine Beschreibung des Entsetzens und der Trauer fast nicht möglich ist. Trotz sofort eingeleiteter Suche ist die verantwortliche Person nie gefunden worden.

Am 31. Juli 2008 wurde bei Hagenbeck die pathologische Untersuchung von Leila durchgeführt. Proben von Lunge, Leber, Milz und Niere wurden an das Lübecker Fraunhofer-Insitut für die genetische Tierdatenbank des Cryo-Brehm-Programms geschickt. Eine rein wissenschaftliche Zusammenarbeit. Der Körper von Leila ging an das Zoologische Museum der Universität Hamburg, heute CeNak (Centrum für Naturkunde). Dort wurde Leila präpariert und ist bis heute dort zu sehen. Das Unglück ist wochenlang Thema in allen Medien gewesen.

Als wissenschaftlich geleiteter zoologischer Garten nehmen wir unseren Auftrag zum Artenschutz sehr ernst. Wir tun sehr viel dafür, dass die Affen tiergerecht und würdevoll leben können. Die frei erfundenen Behauptungen, dass Hagenbeck das Tier zersägt habe, in Teilen verkauft hätte und andere, weisen wir ausdrücklich zurück.

Foto:© Götz Berlik