Verkehrserziehung oder Abzocke?

An Einfallsreichtum jedenfalls fehlt es den Ordnungsbehörden und -Hütern der Bundesländer nicht, geht es darum, den Autofahrern in die Tasche zu greifen. Offensichtlich ein einträgliches Geschäft. Vielleicht sollten sich unsere Politiker einmal fragen was passiert, wenn sich die Lobby der Autofahrer einmal geschlossen dazu entschließen könnte, sämtliche Fahrzeuge für einen gewissen Zeitraum abzumelden? Keine Kraftfahrzeugsteuer, keine Energie-/Kraftstoffsteuer noch Versicherungssteuer und auch keine Bußgeldeinnahmen mehr. Abgesehen von der Autoindustrie, seinen Zuliefererbetrieben und den damit verbundenen Arbeitsplätzen. Noch ist das Auto der Deutschen liebtes Kind. Die Frage ist nur wie lange lassen sich die Autofahrer das gefallen? Verkehrserziehung ja, Abzocke nein!!!

Das Geschwindigkeits- und Rotlichtverstöße mit dem Auto auf deutschen Straßen an der Tagesordnung sind, Verkehrssünder die gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen und andere und sich damit gefährden mit Bußgeldern zu bestrafen, geht in Ordnung. Zu diesem Zweck werden immer mehr stationäre und mobile Blitz-Anlagen eingesetzt. Die neuste Errungenschaft der Ordnungsbehörden sind mobile Auto-Anhänger die wie rein zufällig dort abgestellt stehen, zwar mit Nummernschild jedoch ohne behördlich erkennbare Zulassung. Laut behördlicher Auskunft soll diese im Anhänger verwahrt sein; aus Diebstahlgründen. Da nehm` ich doch glatt den ganzen Anhänger samt Blitzanlage mit. Was soll dann mit einem Nummernschild ohne Zulassungsmerkmal? Eine dümmere Auskunft ist mir selten entgegnet worden.

Offensichtlich jedoch sind den Ordnungsbehörden die jährlichen Einnahmen zu wenig und so sinnen sie ständig nach Neuem… natürlich nur im Sinne der Verkehrserziehung! Merkwürdig dabe ist nur, dass die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen im Jahr 2019 laut Unfallstatistik, den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren aufweist. Auch ging die Zahl der Verletzten in Deutschland 2019 gegenüber dem Vorjahr sogar um 3,0 % zurück. Trotz allen rüsten die Ordnungsbehörden weiter auf und schaffen für teures Geld weitere Blitzanlagen an. Wobei man wissen sollte, dass die Einnahmen von vorn herein ein fest eingeplanter Millionen-Betrag in den Haushalten der Städte und Gemeinden etc. sind. Ob diese ständigen Anschaffungskosten sowie Wartung, Personalkosten etc., auf Dauer überhaupt noch im Verhältnis zu den Einnahmen stehen, ist ehr fraglich.

Mein Tipp wäre, die leeren Haushaltskassen kurzerhand durch das umfunktionieren der Blitzanlagen aufzubessern. So könnten zum Beispiel noch mehr Blitzer aufgestellt werden, um Autofahrer zu erfassen und diesen ein Bußgeld aufzubrummen, wenn diese zu zweit oder gar zu dritt im Auto fahren oder wenn jene aus einem anderen Bezirk, Gemeinde oder Stadt kommen. Wer weiß ob die Zeiten jemals werden?